EPROM, EEPROM und Flash


Allgemeines

BPC-03In der Abbildung sind die Positionen des EPROMs, des EEPROMs und des Flash-Speichers auf der BPC-02 zu erkennen. Auf der Leiterplatte BPC-02. befindet sich die digitale Steuerelektronik mit den Prozessoren Fujitsu MB90F583, MB90F543 und Motorola 68302, dem RAM, dem Programmspeicher als Flash und EPROM, dem Parameterspeicher als EEPROM, der Echtzeituhr, der Batterie, dem LC-Display und den Tasten. Die Schnittstellen für die Datenfernübertragung (DFÜ), die Ansteuerung des AWG-05, den Gruppenbetrieb und die serielle Ansteuerung eines Umrichter per DCP sind ebenfalls auf dieser Platine untergebracht. Zusätzlich verfügt der bp306 über zwei CANopen-Schnittstellen die über den Coprozessor CP3 gesteuert werden.

Das Aufzugsprogramm befindet sich normalerweise im Flash-Speicher. Befindet sich im Sockel ein EPROM mit einem Aufzugsprogramm, wird das Programm im Flash ignoriert und das Programm des EPROMs ausgeführt.

Im EEPROM werden alle aufzugspezifischen Daten wie Aufzugtyp, Haltestellen, Türen, Zeiten, Parketage usw. ausfallsicher abgelegt.

Austausch

Beim Austausch des EPROM mit einem EPROM-Zieher das vorhandene EPROM gerade aus dem Sockel ziehen. Das neue EPROM wird senkrecht zum Sockel unter leichtem Druck in den Sockel gedrückt.

InfoHinweis!
Die Beinchen des EPROMs und des EEPROMs können verbiegen und brechen sehr schnell ab. Benutzen Sie daher einen entsprechenden Zieher als geeignetes Werkzeug.

AchtungAchtung!
Bei einem Programmtausch und nachträglicher Änderung in der Aufzugssteuerung ohne Serviceunterstützung der Firma BÖHNKE + PARTNER erlischt die Gewährleistung.

Softwareupdate

Ein Softwareupdate wird immer dann nötig, wenn die Anlage im nach hinein mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden soll. Der Austausch des EEPROMs wird nur dann notwendig, wenn neu programmierte Programmfunktionen‚ ein neues EEPROM erfordern oder die Platine BPC-02 ausgetauscht werden muss und die aufzugspezifischen Daten auf die neue Platine übernommen werden sollen.

InfoHinweis!
Um den Ist-Zustand einer bestehenden Anlage zu sichern, sollte man vor einem Softwareupdate ein EEPROM-Duplikat anfertigen. Danach sollte die Anlage mit der neuen Software aus dem EPROM ohne ein Flashupdate durchzuführen, überprüft werden. EEPROM-Duplikate können über das Basismenü (diverses) erstellt werden. Leere EEPROM-ICs können jederzeit bei unserer Serviceabteilung angefordert werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten ein Softwareupdate durchzuführen. Zum Einen mit einem EPROM und zum Anderen über die serielle Schnittstelle.

Um ein Update mit einem EPROM durchzuführen, stecken Sie das EPROM mit der neuen Softwareversion in die Sockelsteifen auf der BPC-02. Nach dem Einschalten der Steuerung halten Sie die Tasten »END« und »CR« für ca. zwei Sekunden gedrückt. Dadurch wird das Monitorprogramm gestartet. Über den Menüpunkt Flashupdate kann das Softwareupdate durchgeführt werden. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Display.

InfoHinweis!
Bei einem Softwareupdate geht die alte Softwareversion verloren! Informieren Sie sich vor einem Update über den Funktionsumfang der neuen Version.

Nach einem erfolgreichen Update muss das System neu gestartet werden. Betätigen Sie dazu die »RUF-Taste« nach oben. Der Systemstart und der nun folgende Systemcheck sollte nun fehlerfrei durchlaufen. Im Display wird in der vierten Zeile kurz die neue Programmversion und die aktuellen Versionen der aktivierten Coprozessoren sowie am Ende der vierten Zeile der benutzte Programmspeicher angezeigt.

  • F→ Das im Flash-Speicher befindliche Programm wird ausgeführt,
  • E→ Das im EPROM befindliche Programm wird ausgeführt

Falls bei eingestecktem EPROM trotzdem das im Flash-Speicher befindliche Programm geladen wird, überprüfen Sie bitte, ob das EPROM korrekt eingesteckt ist und das es sich um ein Programm mit der Kennung 38D/X/S-yy.mm handelt (siehe Aufkleber).

Auf jedem EPROM befindet sich ein Beschriftungsschildchen welches die Softwareversion angibt. Die Bezeichnung erfolgt nach folgendem Schlüssel:

z. B. EPROM-Bezeichnung: 38D-14.02a

  • 3 = Serie 300
  • 8 = für die Zielhardware:
    • 1 / bp300
    • 2 / frei
    • 3 / FDG
    • 4 / bp302 mit CDA-01
    • 5 / bp302 mit CDA-02/03
    • 6 / CCP-01
    • 7 / bp115
    • 8 / bp117 / 304 / 306
    • 9 / frei
  • D = Hauptversionskennung:
    • D / Standard-Hauptversion (nicht mehr modifiziert)
    • S / Sonderversion (Kundenversion vom Standard abweichend)
    • X/ laufende Zwischenversion (wird später D-Version)
    • Alle anderen Buchstaben bezeichnen Versionen mit unterschiedlichen Displaysprachen (E/S/F...)
  • 14 = Jahresschlüssel der Programmerstellung:
    • 14 / 2004
    • 15 / 2005
    • 16 / 2006 usw.
  • 02 = laufende Version
  • a = laufende Unterversionen

Mit der Software »BOOT306« kann auch über die DFÜ-Schnittstelle ein Softwareupdate durchgeführt werden. Für eine Unterstützung beim Umgang mit diesem Programm wenden Sie sich bitte an einen Servicemitarbeiter von BÖHNKE + PARTNER.

InfoHinweis!
Für alle Geräte bp117/304/306 kann die gleiche Programmversion beginnend mit 38-.. verwendet werden.